Coelestin V
Im Jahre 1209 erblickte in Isernia, einer italienischen Stadt nahe an der Grenze der Region der Abruzzen, Coelestin V. das Licht der Welt. Sein eigentlicher Name war Pietro del Murrone, doch sein späterer Aufstieg zum Papst zwang ihn dazu, sich einen anderen Namen zuzulegen. Der Eremit und Papst Coelestin V. starb am 19. Mai 1296 in Fumone.
Die Zeit, welcher Coelestin V. als Papst in Italien fristete, war kurz bemessen. Lediglich vom Juli 1294 bis Dezember des gleichen Jahres hatte er den Sitz des Papstes inne.
Wenn Historiker sich mit Coelestin V. befassen, fällt immer wieder aus, dass dieser bereits im zarten Alter von zwölf Jahren einem Benediktinerkloster beitrat und in dieser Zeit äußerst enthaltsam als Einsiedler lebte. Später wurde er zum Priester geweiht und führte sein Einsiedler-Leben auf dem Berg Murrone fort. Aus Überzeugung folgten dem streng gläubigen Coelestin V. viele Anhänger und gründeten gemeinsam mit ihm den Orden ?Einsiedler des heiligen Damian?, welcher später jedoch den Namen Cölestiner trug.
Nachdem der Papst Nikolaus IV. gestorben war, erhielt Coelestin V. viel Zuspruch und Anerkennung und wurde sogar als Heiliger verehrt. Diese Verehrungen ließen ihn trotz seines hohen Alters von 85 Jahren auf den Papststuhl steigen.
Am 13. Dezember des gleichen Jahres, 1294, dankte Coelestin V. allerdings wieder ab. Als Begründung nannte er, das Leben als Einsiedler weiter fortführen zu wollen.